Wissensmanagement

Der Fortschritt lebt vom Austausch des Wissens. (Albert Einstein)

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich bereits mit dem spannenden Thema Wissensmanagement in Organisationen. Hier gibt es kein allgemeingültiges Konzept, da die Anforderungen ans Wissensmanagement sehr unterschiedlich sein können. Eine Vielzahl an Instrumenten und Methoden kommen daher im Wissensmanagement zum Einsatz.

Grundsätzlich kann Wissensmanagement aber wie folgt definiert werden:
„Wissensmanagement ist der bewusste und systematische Umgang mit der Ressource Wissen und der zielgerichtete Einsatz von Wissen in der Organisation.
Damit umfasst Wissensmanagement die Gesamtheit aller Konzepte, Strategien und Methoden zur Schaffung einer „intelligenten“, also lernenden Organisation.
In diesem Sinne bilden Menschen, Organisation und Technik die drei zentralen Standbeine des Wissensmanagement.“ (vgl. Reinmann-Rothmeier)

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten für ein erfolgreiches und nachhaltiges Wissensmanagement steht aber immer der Mensch. Er ist mit seinem individuellen Wissen, als Teil der Organisation sowie als Anwender von Technik im Fokus des Wissensmanagements.

Hier haben insbesondere die Wissenskommunikation, die Wissensdokumentation und der Wissenstransfer eine große Rolle.

 

Wissenskommunikation:
„Prozesse der Wissenskommunikation führen dazu, dass Wissen ausgetauscht, geteilt, vernetzt und in Bewegung gebracht wird. Dies kann sowohl mit als auch ohne technische Hilfe erfolgen. Für Organisationen sind Prozesse der Wissenskommunikation wichtig, da nur so sichergestellt werden kann, dass wertvolles Wissen auch Verbreitung findet, wachsen kann und letztlich auch über den einzelnen Wissensträger hinaus zur Anwendung kommt.“ (vgl. Reinmann-Rothmeier)

Es geht hierbei nicht nur um die Fragen nach dem „was“, „wo“, „woher“ und „wieviel“, sondern zusätzlich nach dem „wie“, „warum“ und „was passiert, wenn“. (vgl. Reinhardt/Eppler)

 

Wissensdokumentation:
Seit jeher wird versucht Wissen zu bewahren und an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Das gilt auch für Organisationen, denn das organisatorische Gedächtnis ist der notwendige Bezugspunkt für neue Erfahrungen, denn ohne Gedächtnis ist kein Lernen möglich. (vgl. Probst/Raub/Romhardt)

Organisationen, die ihre Erfahrungen gezielt managen und sie damit auch in Zukunft abrufbar halten wollen, müssen die 3 Grundprozesse der Wissensdokumentaion beherrschen: Selektion des Bewahrenswerten, Speichern und Aktualisieren.

 

Wissenstransfer:
Im Wissenstransfer gibt zwei Ausrichtungen:
1. Externalisierung des für die Organisation relevanten Wissens des Wissensgebers mit nachhaltiger Dokumentation in Organisationssystemen
-> Zielsetzung: Wissen in der Organisation zu halten (Organisationswissen)

2. Transfer des Wissens auf den Nachfolger gekoppelt mit der gezielten Entwicklung benötigter Kompetenzen beim Wissensnehmer
-> Zielsetzung: Den Wissensnehmer bestmöglich auf die neue Aufgabe vorzubereiten und so Performanceschwankungen durch Wissensverlust entgegenzuwirken
(Handlungs- und Erfahrungswissen)

Den Wissenstransfer könnte man als „Königsdisziplin“ des Wissensmanagements bezeichnen, da hier verschiedene Wissensmanagementprozesse zusammenlaufen. Die hohe Bedeutung erfährt der Wissenstransfer durch die zunehmende Anzahl an altersbedingt ausscheidenden Mitarbeitern (Demografischer Wandel) in den Organisationen. Der Mitarbeiter geht und damit auch sein Wissen. Eine systematische Begleitung durch einen moderierten Wissenstransferprozess zwischen Wissensgeber und Wissensnehmer kann hier den befürchteten Wissensverlust verhindern und den nachfolgenden Mitarbeiter gezielt auf seine neue Aufgabe vorbereiten.

 


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